Unsere Themen

Das Thema Kindeswohlgefährdung - Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen ist ein gesellschaftliches Querschnitts-Problem, dem sich auch der organisierte Sport als wichtiger Teil unserer Gesellschaft stellen muss und sich dieser stellt.

Schweigen schützt die Falschen - Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport

Es ist unser Schutzauftrag als Verbände und Vereine sowie als Trainerin oder Trainer, eine gewaltfreie Atmosphäre im Vereinsumfeld zu schaffen, die Mitglieder*innen und Mitarbeiter*innen für das Thema sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen im Sport aufzuklären und zu sensibilisieren. Zum Schutzauftrag der Sportvereine und Sportverbände für die besonders zu schützende Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen gehört es ebenso Maßnahmen zur Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport zu erarbeiten, diese zu kennen und innerhalb unserer Vereinsstrukturen zu verankern.

Der Stadtsportbund Düsseldorf bietet daher Sportler*innen, Trainer*innen und Mitarbeiter*innen aus den Sportvereinen die Möglichkeit, sich beraten, fortbilden und im Verdachtsfall auch unterstützen zu lassen.

Wir sehen "Prävention gegen sexualisierte Gewalt im Sport" als Querschnittsaufgabe und setzen auf Vernetzung mit den örtlichen Fachberatungsstellen sowie der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 Kinder- und Jugendhilfegesetz in Düsseldorf.

Der Landessportbund NRW gilt seit langem als führend bei der Entwicklung und Umsetzung von präventiven Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport.

Im Rahmen der Kampagne „Schweigen schützt die Falschen“ wollen wir den Düsseldorfer Sportvereinen konkrete Hilfestellung geben, um

  • das Thema zu enttabuisieren
  • präventiv tätig zu werden
  • und in Krisen- und Verdachtsfällen Orientierung zu erhalten und damit handlungsfähig zu sein

Für weitere Informationen zur Kampagne besuchen Sie die Internetseite des LSBs.

Wir sichern Ihnen eine vertrauensvolle, kompetente Beratung und Hilfe zu.

Ansprechpartner*in

Marion Hellenbroich

Bundeskinderschutzgesetz – Erweitertes Führungszeugnis / § 72a SGB VIII

Bundeskinderschutzgesetz betrifft auch Sportvereine

Am 01.01.2012 trat ein neues Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Mit der Neufassung des § 72a SGB VIII beabsichtigt der Gesetzgeber, die Kinder und Jugendlichen besser vor den Folgen sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit zu schützen. Die Träger der Jugendarbeit (also auch die Sportvereine) müssen nun sicherstellen, dass keine Personen in der Jugendarbeit beschäftigt werden, die wegen einer sexuell motivierten Straftat vorbestraft sind.

Die persönliche Eignung der Mitarbeiter*innen soll in Form von Einholung erweiterter Führungszeugnisse periodisch überprüft werden.

Hierzu hat das Jugendamt die Aufgabe, mit den Sportvereinen, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, eine entsprechende Vereinbarung zu unterschreiben.

Hier finden Sie alle notwendigen Informationen und Materialien zu dem neuen Bundeskinderschutzgesetz und zu der Vorgehensweise zum Thema „Vereinbarung nach §72a SGB VIII“ und „Beantragung erweitertes Führungszeugnis“.

Regelungen zum Umgang mit dem erweiterten polizeilichen Führungszeugnis treffen und umsetzen

 

Folgende Empfehlungen werden ausgesprochen:

Hauptamt:

Nach § 72a SGB VIII sollte von allen hauptberuflich beschäftigten Mitarbeiter*innen  der Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein/-verband ein erweitertes Führungszeugnis eingesehen werden.

Ehrenamt:

Der Verein legt fest, ob er von ehrenamtlich Tätigen erweiterte Führungszeugnisse einsehen möchte. Ehrenamtlich Aktive können das erweiterte Führungszeugnis kostenfrei beantragen, wenn eine Bescheinigung des Sportvereins oder Sportverbandes über die ehrenamtliche Tätigkeit und der Anforderung des Führungszeugnisses auf Grundlage von § 72 a SGB VIII beigefügt wird.

Auf der rechten Seite finden Sie eine Entscheidungshilfe für die Tätigkeitsbereiche mit erweitertem Führungszeugnis.

 

HINWEIS:

Für die Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis gelten strenge Regelungen zum Einhalten des Datenschutzes. Das erweiterte Führungszeugnis selbst (oder eine Kopie dessen) darf nicht archiviert werden.  Lediglich die Dokumentationsliste über die Einsicht in das erweiterte Führungszeugnis darf archiviert werden. Das Führungszeugnis selbst bleibt im Besitz des Übungsleiters/Betreuers

Anne, Tore sind wir stark

Präventionstheaterprogramm für Kinder im Alter von 8 – 11 Jahren zum Thema „Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt im Sportverein“

Im Rahmen des Pilotprojektes „Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“ im Land NRW wurde in enger Zusammenarbeit mit StadtSportBund Dortmund e. V. und Landessportbund NRW von und mit der Dortmunder Theaterpädagogin Anja Bechtel das Theaterstück „Anne, Tore – sind wir stark“ entwickelt.

Das Präventionstheaterprogramm vermittelt mit Leichtigkeit, Witz und Charme den Kindern Mut machende Inhalte zum Thema Gefühle, Berührungen und Hilfe holen. In den einzelnen Szenen geht es um unterschiedliche Situationen im Sport und in unterschiedlichen Sportarten, die Grenzverletzungen im sportlichen Vereinsleben beschreiben und den Umgang damit thematisieren.

Die Kinder im Publikum werden in das Theaterstück mit einbezogen und können mittels roter, gelber und grüner Karten eine Rückmeldung geben, wie sich die Kinder in der gerade vorgespielten Szene ihrer Meinung nach fühlen.

Nach dem Theaterstück arbeiten Kinder, Mädchen und Jungen nach Geschlechtern getrennt, Eltern und Übungsleiter*innen in getrennten Gruppen in Workshops das Gesehene auf und besprechen und vertiefen die dargestellten Situationen.

Das Angebot kann auch durch Sportvereine gebucht werden, die nicht am Qualitätsbündnis teilnehmen. Nähere Angaben dazu erhalten Interessierte über Anja Bechtel unter „annetoresindwirstark@web.de“.

Im Paket:

  • Theaterstück (45 Minuten)
  • Workshop für die Mädchen und Jungen (45 Minuten)
  • Eltern- und Trainerinnen- und Trainerinformationsveranstaltung (45 Minuten)

 

Flyer

Anmeldeformular

Hier geht's zum Video

Fachberatungsstellen

Stadt Düsseldorf Jugendamt – Kinderschutz

https://www.duesseldorf.de/jugendamt/kinder-schuetzen/not.html

https://www.duesseldorf.de/jugendamt/kinder-schuetzen/not/hilfen-fuer-dich.html

 

Weitere Beratungsstellen in Düsseldorf             

Kinder- und Jugendtelefon

Kinderschutzbund Düsseldorf

https://kinderschutzbund-duesseldorf.de/unsere-angebote/fuer-erwachsene/kinder-und-jugendtelefon/

Tel: 116111 Nummer gegen Kummer

 

Frauenberatungsstelle

info@frauenberatungsstelle.de

Tel: 0211 – 686854

https://www.frauenberatungsstelle.de/

 

Bundesweit

https://www.hilfetelefon.de/

Tel: 08000 116 016

 

Internetseiten - Beratungsstellen

Hilfeportal sexueller Missbrauch

Homepage:  www.hilfeportal-missbrauch.de

Hilfetelefon sexueller Missbrauch

Telefon: 0800 - 2255530

 

Weißer Ring Düsseldorf

Homepage: https://duesseldorf-nrw-rheinland.weisser-ring.de/

Umfassende Hilfe für Menschen, die von Straftaten betroffen sind: Darum geht es uns. Deshalb unterstützen wir Betroffene ganz praktisch, setzen uns politisch für die Belange der Opfer ein und engagieren uns für die Kriminalprävention.

 

Therapie und Beratungsangebote

Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“

Homepage: www.kein-taeter-werden.de

Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet ein durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen